Eine relative neue und trendige Art des Kletterns ist das Bouldern. Es ist eine Art Freeclimbing, also ohne Gurte und Sicherung, über kurze Distanzen. Ziel ist es hier nicht nur, einen bestimmten Berg zu bezwingen, sondern dafür auch den individuell schwierigsten Weg zu suchen. Dabei gelten alte Kletterregeln wie: „mindestens an 3 Punkten muss man immer am Felsen fixiert sein“, nicht mehr. Vielmehr sind auch akrobatische Verrenkungen, Sprünge und sehr weite Griffe bei der Bewertung von Vorteil.

Einzige Sicherheitsvorkehrung beim Bouldern ist das sogenannte Crashpad, bzw. die Bouldermatte die am Fuße des Felsblockes ausgebreitet wird und eventuelle Stürze abfangen kann. Außerdem gibt es noch den Spotter, also eine Person, die durch rasches Eingreifen dafür sorgt, dass ein Stürzender zuerst mit den Füßen am Boden aufkommt.

Bouldern kann man in fast allen Kletterhallen und im Gebirge. Es sind keine besonders hohen, Felswände dafür nötig. Ziel ist es auch, eine bestimmte Höhe oder einen bestimmten Punkt an der Wand mit sowenig Zügen oder in so kurzer Zeit wie möglich zu erreichen. Im Jugendhotel in Berlin treffen sich regelmäßig die Organisatoren der deutschen Bouldermeisterschaften, um zu überprüfen, ob das Bewertungssystem und das Regelwerk dieses jungen Sports eventuell einer Änderung bedürfe. Denn aufgrund der immer schwieriger werdenden Anforderungen müssen ständig die Punktevergabe und die Schwierigkeitsstufen angepasst werden.

Ein sehr gutes Klettergebiet für Boulder befindet sich in der Nähe von Bad Flinsberg Polen. Hier gibt es eine sehr bizarre Felsenlandschaft, die die verschiedensten Ansprüche von Kletterern und Bouldern erfüllt.